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Pressemitteilung des vrb hessen zum Welttag der Lehrerin und des Lehrers 2026

Welttag der Lehrerin und des Lehrers: „Danke reicht nicht“ – vrb hessen fordert echte Wertschätzung durch bessere Arbeitsbedingungen

Zum heutigen Weltlehrertag macht der Verband Reale Bildung Hessen (vrb hessen) deutlich: Wertschätzung für Lehrkräfte darf sich nicht auf Dankesworte und Sonntagsreden beschränken. Sie muss im schulischen Alltag spürbar werden.

„Danke reicht nicht. Wertschätzung zeigt sich in den Bedingungen, unter denen Lehrkräfte jeden Tag arbeiten“, erklärt Claus Eschenauer, Landesvorsitzender des vrb hessen. „Wer gute Bildung will, muss den Menschen, die sie täglich ermöglichen, Zeit, verlässliche Rahmenbedingungen und professionelle Gestaltungsspielräume geben.“

Der diesjährige Weltlehrertag steht in besonderem Zusammenhang mit dem 60. Jahrestag der ILO/UNESCO-Empfehlung über die Stellung der Lehrkräfte vom 5. Oktober 1966. Fragen nach dem gesellschaftlichen Status des Lehrerberufs, guten Arbeitsbedingungen, professioneller Autonomie und Beteiligung sind auch sechs Jahrzehnte später hochaktuell.

Echte Wertschätzung bedeutet für den vrb hessen auch, Lehrkräfte konsequent von vermeidbaren administrativen Aufgaben zu entlasten. Immer wieder müssen Kollegien umfangreiche Konzepte, Dokumentationen und schulinterne Regelungen erarbeiten – häufig zu Fragestellungen, die viele Schulen gleichermaßen betreffen.

Ein Beispiel sind z.B. die zuletzt zu erarbeitenden Schutzkonzepte. Deren Bedeutung für sichere Schulen steht für den vrb hessen außer Frage. Gleichzeitig stellte sich die Frage, ob tatsächlich jede einzelne Schule grundlegende Strukturen, Vorlagen und Verfahrensabläufe neu entwickeln musste.

„Nicht jedes Rad muss an jeder Schule neu erfunden werden“, betont Eschenauer. „Wo Anforderungen landesweit gelten, sollten praxistaugliche Muster, Bausteine und verbindliche Grundlagen zentral erarbeitet und zur Verfügung gestellt werden. Die wertvolle Arbeitszeit der Kolleginnen und Kollegen brauchen wir für das, was nur vor Ort geleistet werden kann: Unterricht gestalten, Schülerinnen und Schüler begleiten und Schule pädagogisch weiterentwickeln.“

Der vrb hessen fordert deshalb neben ausreichend qualifiziertem Personal und verlässlichen Rahmenbedingungen einen konsequenten Bürokratieabbau sowie eine kritische Prüfung neuer administrativer Aufgaben, bevor diese an die Schulen weitergegeben werden.

„Lehrkräfte brauchen nicht nur einmal im Jahr Anerkennung“, so Eschenauer. „Sie brauchen an jedem Schultag Bedingungen, unter denen sie ihren Beruf gut und gesund ausüben können. Wer Lehrkräfte stärkt, stärkt Bildung.“

vrb hessen – Gemeinsam. Bildung. Mitgestalten.

Kontakt: 

Claus Eschenauer – 01715196157 – eschenauer@vrb-hessen.de

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